Der Levinsche Park ist ein kleiner Park am nordwestlichen Stadtrand von Göttingen. Im 19. Jahrhundert wurde hier die Wasserkaft des Grone-Bachs für die Webstühle einer Tuchfabrik genutzt.

Davon übrig geblieben sind zwei Teiche, deren größerer einen Durchmesser von rund 90 Metern aufweist. In der Mitte dieses Teiches steht auf einer Insel eine große, zweistämmige Weide, in deren Geäst seit einigen Jahren bis zu 20 Brutpaare des Graureihers ihre Jungen aufziehen.

Spaziergänger, Jogger und Angler nutzen den Park zum Entspannen. Ein Kinderspielplatz bietet nicht nur den ganz Kleinen und ihren Eltern Abwechslung, auch ganze Schulklassen aus der benachbarten Gesamtschule verbringen hier mal eine Unterrichtsstunde im Freien.

Die Graureiher sind daher von klein auf an die unmittelbare Nähe des Menschen gewöhnt und sitzen oft nur wenige Meter vom Ufer entfernt auf Holzpfählen und Steinen oder im Geäst der am Ufer wachsenden Bäume.

Für eine so große Brutkolonie bietet der Teich selbst nicht genügend Nahrung. Solange die Jungtiere noch gefüttert werden, fangen die Alttiere deshalb im nur wenige Kilometer entfernten Kiesssee ihre Fische oder gehen in den Leineauen und auf umliegenden Äckern auf Nahrungssuche.

Neben Graureiher brüten noch weitere Vogelarten im Levinschen Park bzw. im oder am Teich:

  • Teichhuhn
  • Bläßhuhn
  • Nilgans
  • Stockente
  • Höckerschwan
  • Buntspecht

An der vorbeifließenden Grone brüten Gebirgsstelze, Wasseramsel und Eisvogel.