In diesem Jahr hat ein Teichhuhn-Paar (Gallinula chloropus, Rallidae) sein Nest auf einer Metallkonstruktion (mir unbekannter Funktion) im großen Teich des Levinschen Parks gebaut. Anfang Juni sind 5 Küken geschlüpft.

Die ersten Tage verbringen die Küken noch überwiegend im Schutz des Nestes. Während ein Alttier auf dem Nest sitzt, den Nachwuchs behütet und Kot und Reste der Eierschalen entfernt, sucht das andere Elterntier in der Umgebung nach Nahrung und schafft Algen und Wasserpflanzen heran, um damit die Küken zu füttern. In regelmäßigen Abständen wechseln dann die Alttiere die Rollen.

Hin und wieder wagt sich auch ein Küken aus dem Nest und folgt Vater oder Mutter. Immer in unmittelbarer Nähe des Alttiers bettelt es dann laut fiepend um Nahrung und wird gefüttert. Alttier und Küken bleiben in der Nähe des Nestes und irgendwann, ob nun mit gestilltem Hunger oder gestillter Neugier, kehrt das Küken selbständig zum Nest zurück.

Sobald die Küken etwas größer geworden sind, werden sie ihr Nest endgültig verlassen und gemeinsam auf Nahrungssuche auf dem Teich umherziehen.

 

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Kommentar

  1. Daniel Jakli sagt:

    Was war das denn für ein Vogel bei Minute 3:10?

    1. Dirk Pfuhl sagt:

      Ich bin mir nicht 100% sicher, halte das aber für einen Flussuferläufer der auf dem Durchzug am Kiessee Rast gemacht hat.

  2. Daniel Jakli sagt:

    Hallo Herr Pfuhl,

    sie haben hier eine sehr spannende Seite. Bin immer wieder beeindruckt, was man in Göttingen und Umgebung alles sehen kann.
    Besonders interessiert mich die Wasseramsel. Leider hatte ich bis jetzt kein Glück. Meinen Sie, die Wasseramesl ist auch jetzt am Levinpark zu sehen, oder kommt sie eventuell erst wieder im Frühjahr zum Brüten?

    Beste Grüße
    Daniel J.

    1. Dirk Pfuhl sagt:

      Eigentlich bleiben die Vögel auch im Winter in ihrem Revier, sind dann dort aber nicht so leicht zu beobachten. Während der Brutsaison konzentriert sich die Aktivität auf die nähere Umgebung des Nestes, außerhalb davon fliegen und rasten sie irgendwo innerhalb ihres Gewässerabschnitts. Bleibt jetzt im Winter also nur geduldiges beobachten!

  3. lieber dirk,
    ich gratuliere dir herzlich zu deinem neuen stadt-natur-wildnis projekt. ich schätze sehr deine fachliche kompetenz und deine beschreibende und nicht wertende art, wie du die begegnung der menschen mit den tieren darstellst.
    ich wünsche dir und deinem projekt, das möglichst viele göttinger den „klick“ auf deine seite finden.
    weiterhin viel erfolg wünscht
    reiner