Wer Mitte Juni den Weg vom Kerstlingeröder Feld Richtung Herberhausen einschlägt, steht urplötzlich vor einem Meer aus Weiß-Violetten Blüten. Auf einem Stück Magerrasen hat sich ein Massenvorkommen des Gefleckten Knabenkrauts (Dactylorhiza maculata, Orchidacea) angesiedelt. Dicht an Dicht stehen die schlanken Blütenstände rechts und links des asphaltierten Weges.

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Natürlich ist die Art geschützt und das Areal liegt inmitten des Naturschutzgebietes Kerstlingeröder Feld. Orchideen-Fans und Spaziergänger haben jedoch über die Jahre deutliche Trampelpfade im Bestand hinterlassen, von denen aus man nun die Blütenpracht auch aus nächster Nähe betrachten kann.

Und der Bestand breitet sich weiter aus. Längs des Weges Richtung Kerstlingeröder Feld wachsen von Jahr zu Jahr mehr Blüten und ein zweiter Massenbestand hat sich gegenüber am Waldrand etabliert, vom Weg durch eine Buschreihe getrennt. Und auch auf den Wiesen am westlichen Eingang, dort wo die „Panzerstraße“ mündet, haben 2015 einzelne Pflanzen ihre Blütenstände ausgetrieben.

Zwischen den Knabenkräutern finden sich noch einzelne Exemplare der Grünlichen Waldhyazinthe (Platanthera chlorantha, Orchidaceae) und versteckt im Wald nahebei das Weiße Waldvöglein (Cephalanthera damasonium, Orchidaceae).

Offene Flächen inmitten des Waldes würden normalerweise schon nach wenigen Jahren zuwachsen und damit wären auch die Orchideen verschwunden. Damit das nicht geschieht, wird das Kerstlingeröder Feld im Rahmen eines Pflegeplans von einer kleinen Schafherde beweidet und zusätzlich maschinell gemäht.

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