Mit Beginn der ersten warmen Tage und bevor das Laub der Bäume den Wald verdunkelt beginnt im Göttinger Wald die Zeit der Frühblüher. Jetzt ist noch genügend Licht vorhanden, jetzt muss die Zeit genutzt werden! Und so bedeckt bald ein dichter Teppich farbiger Blüten den Waldboden.

Nach einem sehr milden Winter fast ohne Schnee beginnen die Märzenbecher schon Ende Februar auszutreiben und aufzublühen. Zwar gibt es am Westerberg und ein paar weiteren Stellen größere Teppiche, insgesamt ist die Verbreitung aber eher lückig. Es folgen die Leberblümchen und dann, Anfang April, explodiert die Blüte der Buschwindröschen.

Jetzt bedecken Teppiche weißer Blüten den Waldboden. Noch ist der Wald lichtdurchflutet, erst zum Ende des Monats treiben auch die Bäume ihr Laub aus. Gelbes Windröschen, Schlüsselblume, Sumpfdotterblume und Wiesenschaumkraut folgen, und natürlich auch das unscheinbare Bingelkraut. An vielen Stellen wachst Bärlauch so weit man schauen kann.

Und dann, in diesem Jahr schon Anfang Mai, ist das Schauspiel auch schon wieder vorbei. Binnen einer Woche haben die Buchen ihre Blätter entfaltet und schlagartig ist den Blumen am Waldboden Licht und Energie entzogen. Jetzt noch schnell Früchte bilden und die gesammelten Nährstoffe zurück in die Wurzelknollen verlagern. Bestand und Fortpflanzung sind gesichert. Erst im nächsten Frühjahr gibt es ein Wiedersehen.

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