Die Bäume haben ihr Laub schon voll entfaltet und nur noch wenig Licht erreicht den Waldboden. Die meisten Frühblüher haben ihre Blütezeit längst abgeschlossen, Früchte und Samen gebildet und für die nächste Generation gesorgt.

Nicht so der Bärlauch (Allium ursinum). Im Buchenwald bildet diese Pflanze großflächige Teppiche, die sich über Hänge und Täler erstrecken – manchmal, so weit das Auge reicht. Die zarten, lanzettförmigen Blätter stehen dann so dicht, dass kaum eine andere Pflanze noch eine Chance hat, dazwischen Fuß zu fassen. Ein intensiver Geruch nach Knoblauch wabert jetzt durch den Wald.

Im Mai öffnen sich innerhalb weniger Tage überall die weißen Blütenstände und bilden ein weißes Blütenmeer im sonst schon dunklen Wald. Ein bis zwei Wochen dauert die Pracht, bis alle Blüten bestäubt und die Früchte gebildet sind. Schnell verwelken nun die Blätter und mit diesem letzten Höhepunkt endet die farbenfrohe Zeit der Frühblüher im Buchenwald.

Dieses Video zeigt im Zeitraffer die Veränderung im Buchenwald: Anfang April sind die Bäume noch unbelaubt und der lichte Waldboden ist bedeckt von einem Teppich grüner Bärlauchblätter. Gut 4 Wochen später haben die Bäume ihr Laub vollständig ausgetrieben und der Bärlauch steht in voller Blüte.

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