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Der ungewöhnlich milde Winter treibt die Märzenbecher schon Ende Februar aus dem Waldboden. Besonders die letzte Februarwoche mit Tagestemperaturen von 15 Grad und frostfreien Nächten hat den Frühlingsboten ordentlich Anschub gegeben. Am Westerberg stehen großflächige Bestände in voller Blüte – ein starker Kontrast zum ansonsten noch winterlichen Wald ohne nenneswerten Knospenaustrieb im Baumbestand.

Im Buchenwald sind Märzenbecher in der Regel die ersten Frühblüher. Jetzt sind die Bäume noch kahl und viel Licht fällt auf den Waldboden. Die frühe Blüte birgt jedoch Risiken: Frost und spätwinterlicher Schneefall können die Blüte schädigen. Und schließlich brauchen die Pflanzen Insekten als Bestäuber, sonst gibt es weder Früchte noch Samen und der ganze Aufwand war umsonst.

Das könnte in diesem Jahr passieren. Denn anders als die Märzenbecher haben sich nur sehr wenige Insekten von den milden Temperaturen aus der Winterruhe locken lassen. Und jetzt, Anfang März, ist es wieder kalt und unbeständig geworden. Um den dichten Bestand am Westerberg muss man sich aber keine Sorgen machen. Im Boden liegen noch genug Samen vergangener Jahre als Vorrat für schlechte Zeiten.